CEOI 2012

 CEOI_2012_Team.jpg?600 Die Schweizer Delegation. V.l.n.r.: Sandro (Deputy Leader), Janis, Michael, Johannes, Peter, Adrian (Team Leader)

Die Zentraleuropäische Informatikolympiade (CEOI) 2012 fand vom 7. bis 13. Juli in Tata, Ungarn statt und eine Schweizer Delegation wurde eingeladen als Gast teilzunehmen. Wie jedes Jahr an der CEOI ist das Niveau extrem hoch und der Schweiz ist es leider nicht gelungen einen Medaillenplatz zu erreichen.

Die Resultate und offizielle Informationen zur CEOI 2012 können hier gefunden werden und wir haben wir unsere Reise fotographisch dokumentiert. Die Resultate finden sich auf unserer Flickr Seite hier.

Desweiteren wurde ein kleiner Erfahrungsbericht von den Teilnehmern verfasst.

Erfahrungsbericht der Teilnehmer

Navigations- und Kommunikationsprobleme

Nach der 14-stündigen Hinfahrt im Nachtzug wurden wir recht schnell vor die ersten Probleme gestellt: Unsere Guides erwarteten uns wegen elektronischen Kommunikationsproblemen an einem anderen Bahnhof, weshalb wir uns alleine auf den Weg machten. Ohne Internet und deshalb ohne Karten sahen wir uns mit der Aufgabe konfrontiert, einen guten Weg zum Hotel zu finden. Nach einer kleinen Tour inklusive zwei Busfahrten trafen wir unsere Guides doch noch und fanden so in den geplanten Ablauf.

Vorbereitung und Ernstfall – Tage Zwei und Drei

Am zweiten Tag war es für die Teilnehmer Zeit, das System, auf welchem wir die Wettbewerbe bestritten, kennen zu lernen. Am Nachmittag stand Sightseeing auf dem Programm. Eine Schifffahrt und eine Rundreise mit einem „Happy Train“ brachte uns die Stadt Tata ein wenig näher (wer mehr über diese geschichtsträchtige Stadt im Norden Ungarns erfahren möchte, der findet hier weitere Details). Der dritte Tag war der erste Wettkampftag. Drei Aufgaben wollten in fünf Stunden gelöst werden. Das Programm für den Nachmittag änderten wir spontan ab, was uns die Möglichkeit gab, zusammen mit dem deutschen Team im Öreg-tó, dem grössten künstlichen See Ungarns, baden zu gehen. Anschliessend gab es eine interessante Videokonferenz mit Mihai Stroe aus der Google-Zentrale im fernen Zürich, der uns seine Lebensweisheiten mit auf den Weg gab.

Zwei Exkursionen und ein Wettbewerb – Tage Vier bis Sieben

Am Ruhetag gab es eine Exkursion nach Komárom, einer Festung nahe der slowakischen Grenze. Der Führer erzählte uns unter anderem über einige Geister, die dort angeblich leben. Die Sportaktivitäten vom Nachmittag waren wegen Hitze offiziell abgesagt worden, was uns nicht an einem Fussballspiel zusammen mit den Deutschen gegen die Kroaten hinderte. Danach war es bereits Zeit für den zweiten Wettbewerb. Dieser wurde leider von einem Fehler im Grader überschattet, der es lange Zeit unmöglich machte in einer Aufgabe Punkte zu erreichen. Viele verloren viel Zeit mit der „Fehlersuche“ ihrer völlig korrekten Programme. Dies wurde versucht, mit einer halben Stunde mehr Zeit zu kompensieren. Für den sechsten Tag stand eine zweite Exkursion nach Esztergom, der drittgrössten Kirche Europas, auf dem Programm, wo der Führer durch gewaltiges Fachwissen glänzte. Die Siegerehrung am Abend war für uns nur noch Zugabe, wir wussten, dass sich in dem hohen Niveau leider kein Schweizer in die Medaillenränge qualifiziert hatte. Auf unserer Heimreise nahmen wir Erfahrung, neue Kontakte und viele gute Erinnerungen mit nach Hause.